Isoldenstraße Wohnbebauung München

4 Mehrfamilienhäuser mit 36 Wohneinheiten, Tiefgarage mit 38 Stellplätzen und Freianlagen

Projektdaten


Auftraggeber: Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH

Wohnfläche: ca. 3.558 m²
Kubatur: ca. 18.589 m³
Fertigstellung: 08/2013

Entwurf: Volker Rüf und Birgit Lang
Planung: Gerhard Vogl und Estrella Festa
Freianlagen: Kerstin Hagmann
Bauüberwachung: Monika Russig
Fotos: Ingrid Scheffler, München

Beschreibung


Die städtebauliche Idee sieht für den Gebäudekomplex zwei sich an den Längsseiten gegenüberliegende Baukörper vor. Diese schließen sich, über alle Ebenen mit schmalen baulichen Elementen verbunden, zu einem Hof. Das Bauvorhaben hat eine städtische, exponierte Lage und ist dreiseitig umschlossen von öffentlichen Verkehrsflächen.

Hierauf antwortet die beschriebene Gebäudestruktur in der Form, dass ein introvertierter Innenhof entsteht, der bei den Bewohnern zu einer hohen Identifikation führt. Dort begegnen Sie sich, weil alle Hauseingänge von hier erschlossen werden. Gleichzeitig steht ihnen eine ruhige Verweilzone mit Kinderspielplatz zur Verfügung.

Isoldenstraße Wohnbebauung München

Als besonderes Gestaltungselement sind die Verbindungsbauten angelegt. Direkt an den Hauptbaukörpern schließen vollständig verglaste Erker an, die als Essplätze, Arbeitsbereiche oder Erweiterung der Wohnbereiche dienen. Die Glasanbauten werden fortgeführt mit Stegen, die den Hof in den Obergeschossen vollständig abschließen. Bewegliche Glaselemente schließen die Stege zu Loggien. Sie bieten individuell Schutz vor Sonne, Wind oder Einsicht. Durch die variablen Elemente entsteht ein Wechselspiel von geschlossenen und offenen Bereichen diese lassen den Hof in sich ändernden Stimmungen wirken.
In den gegenüber dem Straßenniveau erhöhten Hof gelangt man über großzügige Öffnungen unterhalb der Verbindungsstege. Von dort werden alle vier Treppenhäuser mit den 36 Wohnungen erreicht.
Den oberen Gebäudeabschluss bilden Flachdächer, die entsprechend ausgebaut als Dachgärten genutzt werden können. Aus den Wohnungen im obersten Geschoss führen Treppen in pavillonartige Dachaufbauten, über die man die Gärten auf dem Dach erreichen kann.


Der Innenhof bildet im städtischen, dicht besiedelten Raum einen ruhigen Gegenpol. Zum umgebenden Strassenraum ist er leicht erhöht, jedoch durch Rampen barrierefrei erreichbar. Privatheit und Kommunikationszonen verbinden sich fließend und harmonisch.

Gemeinschaftsflächen sind mit Gräserbändern transparent von den Sondernutzungsbereichen abgegrenzt. Die Spielangebote verteilen sich locker als Spielobjekte im gesamten Hof und bringen farbige Akzente.