Wohnbebauung "Levinpark" Leonberg

Investorenverfahren 1. Preis 2010

Projektdaten


7 Mehrfamilienhäuser mit 58 Wohneinheiten und
Tiefgarage mit 98 Stellplätzen

Auftraggeber: Wilma Wohnen Süd Bauprojekte GmbH

Wohnfläche: ca. 5.900 m²
Kubatur: ca. 31.600 m³
Fertigstellung: 03/2014

Entwurf: Carmen Nemenz
Planung: Ralf Ritter und Alexander Blessing
Freianlagen: Cornelia Franke
Bauleitung:Wilma Wohnen Süd Bauprojekte GmbH
Fotos: Rieker Fotografie, Göppingen

Beschreibung


Ziel des Investorenverfahren war, auf der Basis eines sehr stark auf eine frühere Planung zugeschnittenen Bebauungsplans, ein neues Konzept zu entwickeln, das den ursprünglichen Planungsgedanken aufnimmt und die maßgeblichen Aspekte beibehält, aber im Hinblick auf eine wirtschaftliche Umsetzung optimiert ist.

Beibehalten werden die freien Gebäudeformen und die erhöhte Lage in Bezug auf das Gelände, die den Gebäuden einen schwebenden Charakter verleiht und das optische Durchfließen der Parklandschaft unterstreicht, die nahtlos in die Heidelandschaft des angrenzenden Landschaftsschutzgebietes „Gerlinger Heide“ übergeht.

Wohnbebauung

Durch Positionierung und Proportionierung der Baukörper wird der Lärmschutz zur Straße im Norden sichergestellt. Zur Gerlinger Heide hin wird die Geschossigkeit reduziert, die Dachgeschosse zurückgesetzt. Ergebnis ist eine hochwertige Wohnanlage mit geringer baulicher Dichte. Die Wohnungen werden in Stadtvillen gebündelt, die um gemeinsame Erschließungsbereiche gruppiert sind.
Die Ausnutzung der Geländetopographie ermöglicht die Unterbringung der Parkierung und der Nebenanlagen im Untergeschoss, so dass die Parklandschaft autofrei ist und nur von sanft geschwungenen Fußwegen durchzogen wird. Die Tiefgarage, die vom August-Lämmle-Weg ebenerdig erschlossen wird, verschwindet optisch in der bestehenden Böschung und ist vollständig überdacht und begrünt.
Die städtebauliche Figur wird durch eine homogene Gestaltung der Fassaden und durch den Verzicht auf Balkone zugunsten von Loggien unterstrichen.

Ein leichtes, transparentes Erscheinungsbild, helle Farben auf dem dunklen, zurückgesetzten Sockel verstärken den schwebenden Charakter.
Die Baukörper erhalten eine durchgehende horizontale Gliederung durch Betonung der Deckenkanten. Sparsam eingesetzte, wiederkehrende Gestaltungselemente binden die Stadtvillen zu einer gestalterischen Einheit zusammen.


Das Wohngebiet liegt am Rande des städtischen Naherholungsraums ‚Leonberger Heide‘. Der Erhalt des wertvollen Baumbestands - die Birkenreihe am westlichen Rand sowie die Kirschbäume auf der Nordseite - waren wichtiger Teil des Freianlagenentwurfs. Sie binden die Bebauung in die Heidelandschaft ein und wurden durch weitere Solitärbäume ergänzt. Auf private Gartennutzung wurde verzichtet. Die gemeinschaftlichen Freianlagen fließen, als Weiterführung der Heide, in einheitlicher Gestaltung durch das Gebiet hindurch. In den Randbereichen bilden autochthone Blumenwiesen den Übergang zur Heide. Strauchlinsen aus heimischen Gehölzen und geschwungene Wege nehmen den Fluss der Landschaft auf.