Isarstrasse Wohnbebauung und Kindertagesstätte Freising

Nichtoffener Realisierungswettbewerb 1. Preis 2007

Projektdaten


Wohnbebauung mit 68 Wohneinheiten, 4-gruppiger Kindertageseinrichtung, Tiefgarage mit 87 Stellplätzen und Freianlagen

Auftraggeber: Stadtbau Freising GmbH und Stadt Freising
Nutzfläche KITA: ca. 860 m²
Wohnfläche: ca. 4.820 m²
Fertigstellung: 03/2013

Entwurf: Florian Braun
Planung: Gerhard Vogl und Monika Russig
Freianlagen: Kerstin Hagmann
B-Plan Änderung: Sabine Bockhacker
Fotos: Florian Holzherr, Gauting

Beschreibung


Die Wettbewerbsidee reagiert auf die exponierte Lage des Gebäudes an einer vielbefahrenen Straße in Freising. Die städtebauliche Struktur der Wettbewerbsidee ermöglicht es, jeden Aufenthaltsraum zur abgewandten, ruhigen Südseite des Gebäudes zu orientieren. Mit der geöffneten Geometrie entstehen einzelne Höfe, die eine verschattungsfreie Belichtung aller Aufenthaltsräume ermöglichen. Die Fenster auf der schallexponierten Seite dienen nur der Belichtung und bieten einen Blick auf die Isarauen.

Die Straßenfassade gliedert sich mit Rücksprüngen und einer Blickbeziehung auf den historischen Domberg der Stadt.
Die Fassaden betonen durch die freien Strukturen der Öffnungen und Balkone die Individualität der Bewohner und den skulpturalen Charakter des Baukörpers. Es ist ein Wohngebäude mit hoher Wohnqualität für die Mieter entstanden. Das Bauvorhaben wurde im Programm der Einkommensorientierten Förderung (EOF) des Freistaats Bayern errichtet. Die Wohnungen entsprechen den Wohnförderbestimmungen.

Isarstrasse Wohnbebauung und Kindertagesstätte Freising 1.Preis

In der Kammstruktur sind fünf Treppenhauskerne angelegt, die alle 4 Vollgeschosse erschließen. Auf einer Ebene liegen bis zu 5 Wohnungen an einer Erschließungsachse.
Die Wohnungen sind barrierefrei nutzbar, für Rollstuhlfahrer werden zwei Wohnungen bereitgestellt.
Das Erdgeschossniveau ist gegenüber dem Gelände angehoben. Das reduziert die Einbindetiefe der Tiefgarage in die zu erwartenden Grund- und Hochwasserhorizonte im Einflussbereich der Isar.
Die Hauseingänge werden über Treppen und rollstuhlgerechte Rampen erschlossen. Damit entsteht eine Zonierung zwischen privaten Bereichen in den Höfen und dem halböffentlichen Anger, der das Gebäude im Süden begleitet.
Dort befinden sich vier Spielplätze zwischen ca. 60 und 100 m² Größe, die durch einen mäandernden Spielweg miteinander verbunden sind. Sitzbereiche mit Pergolen wechseln sich mit Spielpunkten und Rasenflächen ab.
Die Regenentwässerung des Gebäudes wird in ein oberirdisches Muldensystem geführt, wo es versickert. Dieses ist in die Freianlagen integriert. Auf der Nordseite bildet ein Kopfbau den Auftakt der Wohnsiedlung. Hier ist auf zwei Ebenen eine 4-gruppige Kindertagesstätte integriert, deren Außenspielfläche mit Klettergerüst, Sand- und Matschbereich sowie sonstiger Erlebniszonen in einem der Höfe angeordnet ist.
Im Bereich der verkehrsreichen Straße wird die vorhandene Baumstruktur aufgenommen und fortgeführt.


Auch die privaten und gemeinschaftlichen Freiflächen orientieren sich nach Süden zum ruhigen Sperberweg hin.
Dort befinden sich vier Spielplätze zwischen ca. 60 und 100 m² Größe, die durch einen geschwungenen Spielweg miteinander verbunden sind. Sitzbereiche mit Pergolen wechseln sich mit Spielpunkten und Rasenflächen ab.
Rampen erschließen die Gebäude, die aufgrund der Grundwasserproblematik angehoben wurden, barrierefrei.

Zwischen Parkstreifen und südlicher Frei- und Spielfläche sind Flächen für die Versickerung von Oberflächenwasser freigehalten. Im Norden nimmt ein großzügiger Grünstreifen mit Alleebäumen das städtebauliche Gesamtkonzept entlang der Isarstraße auf.
Im Kopfbau ist die südliche Freifläche durch die Kita genutzt. Klettern, Schaukeln, Sand- und Matschbereich,
Bewegungsflächen und Platzbereich für Werkarbeiten und Gruppenarbeit.