Wohnbebauung Hauptstraße Esslingen Zell

Wohnbebauung aus 8 Mehrfamilienhäuser mit 62 Wohneinheiten und Tiefgarage mit 70 Stellplätzen

Projektdaten


Auftraggeber: BPD Immobilienentwicklung GmbH

Gesamtgebiet: ca. 5.500 m²
Wohnfläche: ca. 4.950 m²
Kubatur: ca. 27.650 m³

Bebbauungsplan: Marcus Engler
Entwurf: Stefanie Gruschwitz, Gudrun Bachhofer und Michael Pracht
Projektleitung: Heinz Hofrichter
Freianlagen: Cornelia Franke
Modell: Marcus Engler

Beschreibung


Das Plangebiet befindet sich am westlichen Eingang von Esslingen Zell. Durch einen Standortwechsel des Maschinenbauunternehmens Fezer stand das Plangebiet für eine Wohnumnutzung zur Verfügung. Auf einer gemeinsamen Tiefgarage die von der „Hauptstraße“

aus erschlossen wird, entsteht ein Ensemble aus acht drei- bis viergeschossigen Wohngebäuden mit 62 Wohneinheiten und privaten Grünflächen. Das Quartiersinnere wird als Grünanlage mit Quartiersplatz angelegt. Fußläufige Wohnwege und Treffpunkte gliedern das Quartier im Inneren.

Wohnbebauung Esslingen Zell

Durch die Aufgabe des Gewerbestandorts bietet sich die Gelegenheit, die im Ortskontext stehende Fläche neu zu gestalten und flächensparend Wohnraum zu schaffen. Um diese angestrebte Nutzungsänderung zu realisieren ist der vorhabenbezogene Bebauungsplan mit dem Vorhaben- und Erschließungsplan Grundlage für das Bebauungsplanverfahren.
Die Gemeinde kann durch den vorhabenbezogenen Bebauungsplan die Zulässigkeit dieses Vorhabens bestimmen, wenn der Vorhabenträger auf der Grundlage eines mit der Gemeinde abgestimmten Vorhabenplans und Vertrags zur Durchführung des Vorhabens und der Erschließungsmaßnahmen bereit und in

der Lage ist, sich zur Durchführung innerhalb einer bestimmten Frist zu verpflichten.


Im Quartier entstehen 2- bis 4-Zimmer-Eigentums- und geförderte Wohnungen. Die Fassaden und Grundrisse der südlichen Gebäude reagieren an den Süd- und Westseiten auf die nahe gelegene Bahnlinie mit öffenbaren, verglasten Lärmschutzloggien und kleinteiligeren Fensterelementen, welche durch gezielt gesetzte Klinkerflächen gegliedert werden. Die schutzbedürftigen Räume wurden zur lärmabgewandten Seite orientiert.
Die Bebauung im ruhigen rückwärtigen Bereich hebt sich durch vorgesetzte Balkone und bodentiefe Fensterelemente mit einheitlichen Fensterformaten von der Bebauung an der Hauptstraße ab. Je eine Klinkerfläche an der Nordseite markiert die Eingänge und schafft einen Bezug zu den Gebäuden im Süden.
Die Zugänge der Südlichen Gebäude befinden sich jeweils auf der Ostseite innerhalb des Quartiers. Im Norden sind die Gebäude vom Gehweg aus zugänglich. Durch die direkte Zufahrt zur Tiefgarage von der Hauptstraße entsteht ein autofreies Areal.
Ein sich aufweitender Wohnweg in der Mitte des Quartiers schafft eine Zone für alle Bewohner. Die Erdgeschosswohnungen erhalten private Gärten.


Die Wohngebäude bilden einen gemeinschaftlichen langgen Innenhof, der gegenüber der stark befahrenen Hauptstraße lärmgeschützt ist. Hier werden Spiel-, Treff- und Aufenthaltsbereiche angesiedelt. Erhöhte Baumbeete aus Betonfertigteilen, die sich auch als Sitzelemente eignen, ermöglichen die Pflanzung von verschiedenen Zierkirschen auf der Tiefgaragendecke. Zur Hauptstraße hin sind eine Reihe von Ahornbäumen, sowie zurückgesetzt, in den privaten Gärten, einzelne Zierapfelbäume geplant. Die Wege werden mit Betonpflaster in warmem beigeton belegt. Der Innenhof setzt sich von den Wegen durch ein größeres Pflasterformat und eine gemischte Oberflächenstruktur ab.