Untere Sooäcker - Netzfeldwies Radolfzell

Städtebaulicher Ideenwettbewerb 3. Preis

Projektdaten


Wohnbebauung mit 100 Wohneinheiten, begrünte Solargarage und Freianlagen.

Auslober: Dr.-Ing. Jürgen M. Vogg, Radolfzell

Plangebiet: 31.900 m²
Baufläche: 18.290 m²
Biotopfläche: 13.610 m²

Entwurf: Carmen Nemenz, Birgit Lang, Kristine Hagelstein, Nicolas Pollich, Mareike Leins und Murat Turan
Freinalagen: Cornelia Franke, Tim Kleinheins

Modell: Kateryna Jochen

Beschreibung


Das Wettbewerbsgebiet am westlichen Rand des Stadtteils Böhringen hat durch seine verkehrsgünstige Lage, den direkten Anschluss an die freie Landschaft und die Nähe zum Bodensee ein hohes Potential. Allerdings ist diese Lagegunst mit einer sehr hohen Lärmbelastung von Straße und Schiene belegt. Die Einbindung diverser örtlicher Biotope stellt eine weitere Herausforderung an den Entwurf dar.
Basierend auf diesen Rahmenbedingungen wird ein Konzept vorgeschlagen, das Antworten auf die lagetypischen Einschränkungen findet und dessen Vorzüge unterstreicht.

Die gewählte städtebauliche Form ist einerseits im stadträumlichen Kontext verankert, bildet auf der anderen Seite aber auch eine Einheit und Eigenständigkeit. Wie gefordert werden überwiegend Geschosswohungen in Mehrfamilienhäusern geplant. Drei Reihenhauszeilen decken das individuelle Wohnen im Quartier ab, eine Ergänzung mit Einfamilien- und Doppelhäusern erscheint aus städtebaulicher Sicht nicht sinnvoll. Neben dem linearen Baukörper als Abschluss im Westen werden entlang des Bachs zwei Wohnhöfe geplant, die jeweils mit kleinen, eingelagerten Platzflächen ihre eigene Identität erhalten.

Untere Sooäcker - Netzfeldwies Radolfzell

Der geschlossene Baukörper auf der Westseite mit seinen verglasten und begrünten Zwischenbauten sowie die beiden schallabweisenden Gebäuden im Norden sind mit einer Geschossigkeit von 3+Dach etwas höher als die sonstigen Geschossbauten mit nur 3 Vollgeschossen und den Reihenhäusern mit 2+Dach geplant.
Als Besonderheit mit erheblichem wirtschaftlichem Einsparpotential ist der durchgängige Verzicht auf Untergeschosse zu sehen. Die dort klassischerweise nachgewiesenen Nutzungen wie Parkierung, Fahrradabstellplätze und Haustechnikräume sind ausgelagert und allesamt in einer gemeinsamen Quartiersgarage untergebracht.