Haldenstraße, Leinfelden-Echterdingen

Investorenauswahlverfahren

Projektdaten


Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten und Tiefgarage

Auftraggeber: weisenburger projekt

Wohnfläche: 1434 m²
Kubatur: 9876 m³

Planungszeitraum: 2015-2019
Fertigstellung: 2019
Leistungsphasen: 1-6

Entwurf: Stefanie Walch
Planung: Ralf Ritter, Fatma Toptemel
Freinalagen: Anke Zeiger-Coffin

Bebauungsplan: Jessica Waibel

Fotos: Michael Bauer Photography, Neudrossenfeld

Beschreibung


Das Plangebiet befindet sich im Leinfelden-Echterdinger Stadtteil Stetten, im Kreuzungsbereich zwischen Haldenstraße, Weidacher Steige und Pestalozzistraße, an einem um ca. 5 m abfallenden Hanggrundstück.
Die zwei polygonalen Baukörper bilden den Auftakt der Haldenstraße und vermitteln zwischen der im Norden angrenzenden, tieferliegenden kleinteiligen Wohnbebauung, den auf gleicher Ebene anschließenden Mehrfamilienhäusern und der südlichen Feuerwehr- und Grundschulbebauung.

Die äußeren Kanten der Baukörper orientieren sich an der Nachbarbebauung, im inneren Bereich öffnen sich die Gebäude nach Norden zur Landschaft.
Zwischen den zwei Mehrfamilienhäusern mit 16 Wohneinheiten, entsteht durch die Topografie und die sich aus dem Hang schiebende Tiefgarage ein ebenerdiges, autofreies Plateau mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bewohner. Die hier angeordneten Zugänge und ein Sitzelement mit angegliederter Spielfläche schaffen einen zentralen Treffpunkt, mit Weitblick in die Landschaft.


Das im Auswahlverfahren siegreiche Vorhaben konnte nicht auf dem vorhandenen Planungsrecht umgesetzt werden. Somit wurde in Rahmen einer umfassenden Bauherrenbetreuung durch die Project GmbH neben der Hochbau- und Freianlagenplanung auch der Bebauungsplan erstellt. Da die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben waren konnte die Durchführung im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan der Innenentwicklung gemäß § 13 a BauGB erfolgen. Trotz freiwilliger Durchführung einer freiwilligen frühzeitigen Beteiligung vergingen zwischen Aufstellungs- und Satzungsbeschluss lediglich neun Monate.


In den zwei Mehrfamilienhäusern entstehen 16 Eigentumswohnungen mit Größen von 2- bis 5-Zimmern.
Die sich im Westen des Grundstücks befindende Tiefgaragenzufahrt folgt der Neigung des Hanges. Das abfallende Gelände, lässt neben der Tiefgarage, eine Gartenebene mit einer 5-Zimmer-Maisonettewohnung und einer 3-Zimmer-Wohnung zu.
Nach Westen und Norden staffeln sich die Dachgeschosse zur kleinteiligen Nachbarbebauung zurück, es entstehen großzügige Dachterrassen, die der Hanglage gerecht werden.
Die zurückgesetzten Erdgeschosszonen im Kreuzungsbereich und an der Haldenstraße schaffen einen Übergang vom öffentlichen Raum zu den Erdgeschosswohnungen.
Verputzte helle Fassaden mit bodentiefen Fensterformaten und eingezogenen Balkonen, gliedern die Fassaden, verbinden diese zu einer Einheit und lassen Ausblicke in die Umgebung und den Innenhof zu.


Der Freiraum zwischen den Gebäuden bildet einen kleinen gemeinschaftlich genutzten Platz als Treffpunkt, Aufenthaltsraum und Spielplatz. Den Mittelpunkt bildet eine erhöhtes Baumbeet mit Sitzbänken. Von dort aus sind die Gebäude barrierefrei zugänglich und es eröffnet sich ein Blick über die angrenzende Bebauung hinweg auf die Landschaft.